Seoline vs. Sistrix

Seoline mahnt Sistrix ab

Ja es ist schon eine Weile her, dennoch war die Schlammschlacht zwischen Seoline und Sistrix 2009 immerhin so populär, dass die komplette Seo-Szene Kopf stand. Seoline mahnte einen der im Seo-Bereich gefragtesten Player, nämlich keinen geringeren wie Sistrix, ab und erntete dafür in kürzester Zeit bittere Früchte. Doch erstmal zurück zum Anfang.
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Wie alles begann…

Im Jahr 2009 mahnte Seoline Sistrix wegen einem Blogpost und den darauffolgenden Kommentaren ab und zwar kostenpflichtig. Das „Fossil“ in der Seo-Branche Johannes Beus, betrieb damals schon jahrelang seinen Sistrix-Blog, welcher auf seinem eigenen jahrelang aufgebauten Bestand von Daten und sachlich belegten Beiträgen basierte. Diese Daten bildeten also die Grundlage dafür, Aussagen über Entwicklungen einzelner Seiten bezüglich der SERPS zu tätigen. So publizierte er seit vielen Jahren einen monatlich erscheinenden Index-Watch, der die jeweiligen Top-Sieger und Verlierer in einer Liste aufführte.

„Russenlinks“ und zweifelhafte Seo-Methoden

Im Monat Januar befanden sich unter den Verlieren dieses Monats drei Projekte, welche von Seoline betreut wurden. Kurz nach dem Erscheinen des Posts, wurden die Namen der jeweiligen Websites von Johannes Beus, auf Wunsch von Seoline unkenntlich gemacht, obwohl er damit Gefahr lief seine Sachlichkeit in seinen Statistiken einzubüßen.

Der eigentliche Grund für die Abmahnung von Seoline bezog sich nämlich auf die Kommentare des Blogposts von Sistrix, weil in diesen ihr Name erneut auftauchte, da eine der Verlierer-Websites des Monats die Kündigung der Zusammenarbeit mit Seoline ankündigte, weil diese nicht nach den Google-Richtlinien gearbeitet haben sollen. Hierbei fielen auch Begriffe wie „Russenlinks“ und der Vorwurf von zweifelhaften Seo-Maßnahmen.

Logischerweise war Seoline über derart schädigende Äußerungen nicht erfreut und reagierte prompt mit einer Abmahnung gegen Sistrix. Hierzu ist es vielleicht interessant zu wissen, dass Seoline selbst das sogenannte „Online Reputation Management“ in seinen Kernkompetenzen anbietet. Weiter ging das ganze schließlich damit, dass die Abmahnung gegen Sistrix heftige Reaktionen auslöste und sich die Nachricht innerhalb kürzester Zeit rasend schnell in der ganzen Seo-Szene verbreitete.

Unzählige Artikel und Blog-Beiträge fluteten das Netz, denn so eine heftige Reaktion war selbst den Experten neu. Diese Vorgehensweise von Seoline kam in der Szene gar nicht gut an, denn viele sahen in dieser Art und Weise eine völlig überspannte Reaktion. Seoline seinerseits fühlte sich jedoch diskreditiert und schoss gegen Sistrix. Doch dabei schadete sich Seoline selbst noch mehr, denn die zweifelhaften Methoden der Generierung von Backlinks mit Hilfe von sogenannten „Russenlinks“ stand nun ganz eindeutig in Verbindung mit Seoline und hatte turbulente Reaktionen zur Folge.

Das Ende vom Lied

Seoline selbst erklärte sein Vorgehen für überzogen und stellte klar, dass sich die Abmahnung nicht gegen das Unternehmen Sistrix selbst oder generell gegen die Blogger gerichtet habe, sondern ausschließlich auf einzelne Kommentare, welche laut Seoline unwahre Behauptungen enthalten haben sollen. Am Ende der Geschichte hat Seoline schließlich die Abmahnung gegen Sistrix zurückgezogen und trug sogar die daraus entstandenen Kosten selbst. So kam es doch noch zu einer friedlichen Einigung zwischen Seoline und Sistrix, doch Seoline selbst war schwer beschädigt und hatte ordentlich an Vertrauen verloren.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich auch heute noch sagen, wurde durch die Fehde zwischen Seoline und Sistrix wieder einmal deutlich, dass es schlichtweg um „gutes“ oder „schlechtes“ Seo geht. Wer lieber auf eine clevere Onpage-Optimierung sowie hochwertigen und einzigartigen Content setzt, erzeugt dadurch schon eine ausreichende externe Verlinkung die „natürlich“ aufgebaut wird.

Kann sein, dass diese Methode etwas länger dauert als sogenannte „Russenlinks“ und eine rasend schnelle Generierung von Backlinks durch zweifelhafte Methoden, doch wenigstens läuft man nicht Gefahr von Google abgestraft zu werden oder anderweitig in Probleme zu geraten und kann mit einer seriösen Seo-Methode langfristig viel besser punkten und Vertrauen gewinnen.

Doch aus dem öffentlichen Kampf der Beiden lässt sich noch mehr lernen. Es ist ratsam immer erst die Fakten zu prüfen, bevor man mit „Kanonen auf Spatzen schießt“! Und wir alle wissen, wie schnell Verleumdungen und gekaufte Kommentare den Ruf im Netz irreversibel schädigen können. Viele sind schnell dabei sich an Hetzjagden zu beteiligen, ohne die Fakten sicher zu kennen, daher sollte man mit Kommentaren auf Verdacht hin doch eher zurückhaltend sein bis sich die Fakten klären.

In diesem Fall lässt sich aus dem Rückzug der Abmahnung von Seoline doch schließen, dass vielleicht der ein oder andere Vorwurf nahe an der Wahrheit gelegen haben könnte, doch es gab kein offizielles Urteil, welches dies bestätigt. Deswegen sein wir einfach friedlich miteinander und freuen uns auf einen künftig schöneren Umgang miteinander und klären Probleme doch besser professionell und konstruktiv untereinander, als öffentlich im Netz.

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