Von Suchmaschinenwerbung bis Display Advertising: Werben im digitalen Zeitalter

„Klappern gehört zum Handwerk“ lautet ein Sprichwort, das eindrucksvoll und ohne viele Worte die Wichtigkeit von Werbung beschreibt. Obwohl das geflügelte Wort aus dem Mittelalter stammt, hat sich an der Bedeutung bis heute nichts geändert. Lediglich die Art und Weise der Werbung musste im digitalen Zeitalter angepasst werden. Wir stellen dir drei unterschiedliche Online-Werbeformen mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Display-Advertising: Klassische Bannerwerbung

Display-Advertising ist der Klassiker unter den Online-Werbeformen. Die Wurzeln dieser ältesten aller Vermarktungsstrategien liegen in einer Zeit, als findige Geschäftsleute das Internet für kommerzielle Zwecken zu nutzen begannen. Display-Advertising ist klassische Bannerwerbung. Das bedeutet in der Praxis: Der Betreiber einer Webseite stellt einem werbetreibenden Unternehmen auf der Seite Platz zum Platzieren einer Werbung zur Verfügung. Dabei kann es sich um eine Grafik, eine Animation, einen Call-to-Action-Button, ein Wallpaper oder andere Formen handeln. Hinter dem Banner versteckt sich ein Link, der den User nach dem Anklicken auf die Webseite des Werbetreibenden führt.

Ein Vorteil des Display-Advertising ist die hohe Aufmerksamkeit, die ein Banner erzielt, wenn es an exponierter Stelle auf der Webseite platziert wird. Eingesetzt wird diese Form der Online-Werbung immer dann, wenn bei potenziellen Kunden ein Bedarf geweckt werden soll. Auch für Branding-Kampagnen zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades eines Produktes ist das Display-Advertising geeignet. Ein großer Nachteil sind die hohen Streuverluste. Durch die Häufung blinkender Banner und Animationen auf vielen Webseiten werden diese von den meisten Usern als extrem nervend empfunden und zum Teil sogar mit Adblockern unterdrückt. Auch die Wahrnehmung der Seitenbesucher hat sich durch die Flut an Werbeanzeigen verändert. Banner werden in der Praxis kaum noch wahrgenommen und die Inhalte ausgeblendet.

Social Media Advertising: Facebook und Co als Werbeplattformen

Social Media Advertising ist eine Form der Online-Werbung, die erst mit der wachsenden Bedeutung der sozialen Netzwerke an Relevanz gewann. Ganz pragmatisch ausgedrückt ist damit das Schalten von Anzeigen bei Facebook, Twitter, Instagram und Co. gemeint. Die Ziele, die mit dem Social Media Advertising verfolgt werden, sind unterschiedlich. Beispielsweise kann das Generieren von Traffic auf einer Webseite, das Gewinnen von mehr Followern oder das offensive Bewerben einer aktuellen Produkt- oder Preisoffensive im Fokus stehen. Wie wichtig das Social Media Advertising in der Gegenwart ist, zeigt die wachsende Zahl an Influencern, von denen einige bereits Pop-Star-Status erlangt haben.

Für die Werbung in den sozialen Netzwerken spricht die hohe Reichweite. Allein in Deutschland gibt es mehr als 30 Millionen Facebook-Nutzer. Diese Menge an potenziellen Kunden kann selbst die auflagenstärkste, überregionale Tageszeitung nicht erreichen. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass Werbung zielgruppengerecht gestaltet und platziert werden kann. Als Grundlage dienen die Daten der registrierten User in den sozialen Netzwerken. Eine Anzeige kann unter Berücksichtigung von Kriterien wie Geschlecht, Alter, Beziehungsstatus, Interessen, Beruf, Freundeskreis usw. optimiert werden.

Search Engine Advertising – Suchmaschinenwerbung als Mittel zum Erfolg

Wer auf der Suche nach Informationen ist oder sich für bestimmte Produkte bzw. Dienstleistungen interessiert, nutzt in der Regel eine Suchmaschine. Im Ranking der meistaufgerufenen Webseiten weltweit ist Google seit Jahren die unangefochtene Nr. 1 noch vor Facebook und Youtube. Was liegt vor diesem Hintergrund näher, als die meistbesuchte Webseite als Werbeplattform zu nutzen? Dank des Search Engine Advertising (Suchmaschinenwerbung) ist dies in der Praxis kein Problem. Werbetreibende Unternehmen können kostenpflichtige Anzeigen schalten, die der eigentlichen Ergebnisliste bei Google und Co. vorgeschaltet sind. Sucht ein User mit einem exakt definierten Keyword nach Informationen werden die bezahlten Werbeanzeigen eingeblendet.

Ein großer Vorteil der Suchmaschinenwerbung ist das zielgerichtete Targeting. Potenzielle Kunden werden genau in dem Zeitpunkt angesprochen, wenn sie nach Informationen zu einem bestimmten Thema suchen. Auch das exzellente Kosten-Nutzen-Verhältnis spricht für das Search Engine Advertising. Abgerechnet wird in der Regel nach dem Cost-per-Klick-Verfahren. Das heißt: Erst, wenn ein User die kostenpflichtige Werbeanzeige tatsächlich anklickt, entstehen Kosten. Damit diese nicht aus dem Ruder laufen, macht es Sinn, ein definiertes Budget für eine Kampagne festzulegen. Ist der festgelegte Geldbetrag aufgebraucht, verschwindet die Werbeanzeige automatisch aus der Ergebnisliste der Suchmaschine.

Fazit: Ob Display Advertising, Suchmaschinenwerbung oder die Nutzung von sozialen Netzwerken als Werbeplattform, für Unternehmen gibt es verschiedene Wege, potenzielle Kunden anzusprechen und zu gewinnen. Praxiserprobt ist die zielgruppenspezifische Ansprache, da Streuverluste auf diese Weise minimiert werden. Generell bewährt hat sich eine Kombination mehrerer Werbeformen bei gleichzeitiger Nutzung unterschiedlicher Kanäle.